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HÄUFIGE FRAGEN

Ihre häufigen Fragen zum Thema "ADHS"

ADHS, ein Thema bei dem immer wieder viele Fragen auftauchen. Ist ADHS eine Modediagnose? Wie erkenne ich die Symptome von ADHS? Was gibt es für Behandlungsmöglichkeiten? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema ADHS beantworten wir hier für Sie in unseren FAQs
Ist ADHS eine Modediagnose?   
  
Hinter dem Begriff ADHS verbirgt sich eine Störung mit Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und einer Störung der Impulssteuerung. ADHS ist keinesfalls eine Erfindung einer leistungsorientierten Gesellschaft, sondern kann eine ernstzunehmende Erkrankung darstellen. Vier Prozent aller Kinder weisen sie – kulturübergreifend und konstant – auf.   
  
Woher kommt ADHS?   
  
Genetische Faktoren bilden den größten Einzelfaktor bei der Entstehung.  
Psychosoziale Rahmenbedingungen triggern das Störungsbild.   
  
Warum ist es wichtig, so früh wie möglich die richtige Diagnose zu stellen?   
  
Nur dreißig Prozent aller ADHS-Patienten haben ein „reines“ ADHS. Die übrigen - insbesondere die unbehandelten ADHS´ler neigen darunter dazu, weitere Erkrakungen, wie z.B. Depressionen zu entwickeln.   
  
Welche Symptome treten im Grundschulalter auf?  
 
Ca. 4 Prozent aller Kinder sind davon betroffen. ADHS kann sich äußern durch:   
  
  • Schulschwächen  
  • Klassenkasper  
  • Störenfried  
  • motorische Unruhe  
  • Impulsivität  
  • Aufsässigkeit  
  • Aggressivität  
  • soziale Ausgrenzung
  
  
Welche Symptome treten im Jugendalter bei ADHS-lern häufiger auf, als in der Durchschnittsbevölkerung?   
  
schlechtere Schulabschlüsse  
Drogenkonsum  
Jugendkriminalität  
Unfallrisiko  
Dissozialität  
emotionale Labilität  
Aufmerksamkeitsstörung  
Aggressivität   
  
Welche Symptome treten im Erwachsenenalter auf?  
 
Etwa die Hälfte der Betroffenen im Jugendalter behalten die Störung bis in das Erwachsenenalter bei:   
  
  • geringer beruflicher Status/Beschäftigung  
  • Organisationsdefizit  
  • Drogen/Alkoholprobleme  
  • Vermehrte Konflikte  
  • Höhere Delinquenz
 
Erwachsen gewordene ADHS-Patienten haben häufiger einen schlechteren Bildungsabschluss, ein höheres Suchtrisiko, sind häufiger an Unfällen beteiligt und erleben mehr Trennungen oder Scheidungen.  
Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche mit ihren Familie zu begleiten, neue Verhaltensweisen zu trainieren und Wege zu finden, die eine gesündere Entwicklung ermöglichen. Sozialmedizinisch formulierrt: die Teilhabe am Leben zu verbessern.   
  
Welche Rolle spielt die „individuelle Symptomatik“?   
  
Im Grunde ist die Diagnose als solche alleine nicht aussagekräftig genug. Vielmehr ist wichtig, in wieweit sich das Störungsbild auf „die Teilhabe“ / die Entwicklung auswirkt. Und das wiederum ist abhängig von den Rahmenbedingungen, in denen der betroffene Mensch lebt.  
Wichtig ist aber für jeden Patienten die Symptomatik im Gesamtzusammenhang zu erfassen, sie abzugrenzen von anderen Erkrankungen und lösungsorientiert an den Einzelfall heranzugehen: Was hilft – und was macht es schlimmer? Liegt eine nur vorübergehende Störung vor, oder muss eine nachhaltige Schädigung befürchtet werden? Welche Maßnahem ist angemessen?  
Dabei müssen neben den Patienten die Bezugspersonen mit einbezogen werden.  
Wichtig ist es, Kinder und Jugendliche auch wieder in den Schulalltag zu integrieren, die Kette von Misserfolgen durch positive Erfahrungen zu durchbrechen und ihnen zu ermöglchen, sich optimal zu entwickeln.   
  
Sind ADHS-Patienten eine „Zumutung“ für die Schulen?   
  
Oder ist die Schule eine Zumutung für die Patienten?  
Ganz im Sinne der Inklusion plädieren wir hier in Wangen dafür, dass ADHS-Patienten in Schulen „tragbar“ sind. Hier bedarf es der richtigen Hilfe aus dem sonderschulpädagogischen, sozialpädagogischen Bereich und einer psychotherapeutischen, auch ggf. pharmakotherapeutischen Unterstützung der Betroffenen. Selten liegen Schweregrade vor, bei denen alle Beteiligten auch lernen müssen, mit der Störung zu leben und nach Alternativen zu suchen.   
  
Welche Hilfen gibt es für ADHS-Patienten in der Schule?   
  
Wir beraten und erproben an unserer Krankenhausschule geeignete Hilfen wie   
  
  • Sitzplatz  
  • Störungen verringern  
  • Aufmerksamkeit lenken  
  • Stützen und Stärken
 
Es wird versucht, verhaltensmodifizierende Absprachen auf die Schule zu übertrage und zu erproben.  
Alle Kinder und Jugendlichen erhalten in der Schule ein Anti-Mobbing-Training.   
  
Welche psychotherapeutischen Möglichkeiten gibt es?   
  
Unsere Patienten sind entweder in Begleitung eines Elternteils untergebracht, bei dem der Elternteil die Rolle eines Co-Therapeuten einnimmt und in Ergänzung zu den Therapien und Schulungen in Rückspache mit den Ärzten oder Therapeuten Verhaltensweisen trainieren.  
Ohne dauerhafte Begleitung durch einen Elternteil wohnen die Patienten ab ca dem 9. Lebensjahr in einer Gruppe Gleichaltriger mit einem fest zugeordneten therapeutischen Team, bestehend aus Arzt oder Psychologe, Erziehern / Pflegekräften. Hierunter entsteht ein Milieu, indem alltagsnah ein Verhaltenstraining in den Alltag integriert wird, welches neue Verhaltensweisen erproben lässt.   
  
Wir nutzen wissenschaftlich anerkannte Techniken vornehmlich aus der Verhaltenstherapie und der systemischen Familientherapie. Intensive Aufnahmegespräche und Beratung der Eltern, wie eine Wochenendschulung runden das Angebot ab.   
  
 
Welche Rolle spielen pharmakotherapeutische Hilfen?   
  
Es gibt eine Reihe von Wirkstoffen wie Methylphenidat, Amphetamine oder Atomoxetin, die bei einer großen Zahl an Patienten die ADHS-Symptome deutlich reduzieren. Ob und in wie weit solche Medikamente den Patienten helfen muss individuell mit Patienten und deren Familien entwickelt werden. Jedes Medikament kann Nebenwirkungen machen, es macht aber auch Nebenwirkungen, mitunter eine Medikament nicht zu geben. Eine mitunter schwierige Entscheidung. Hier wollen wir die Betroffenen in ihrer Entscheidung unterstützten und können bei Bedarf Erfahrungen sammeln oder Neueinstellungen durchführen.   
  
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