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HÄUFIGE FRAGEN

Trauerarbeit und Aufarbeitung von Verlusten

Der Verlust einer Bezugsperson ist für jeden Menschen, insbesondere Kinder und Jugendliche, ein tiefes, einschneidendes Erlebnis. Wie gut oder schlecht ein Kind damit zurecht kommt, hängt von seinen persönlichen, den familiären Vorraussetzungen und den Umgebungsbedingungen ab. Belastungsfaktoren wie z.B. Misserfolge, Mobbing oder aber auch Überforderungen können einen Risikofaktor darstellen.
 
Löst der Verlust eines geliebten Menschen bei allen Kinder und Jugendlichen ähnliche Reaktionen aus?   
  
Kinder und Erwachsene reagieren auf solche Belastungen mit dem Verlust einer Bezugsperson oder eines Familienmitgliedes sehr unterschiedlich. So gibt es Kinder, die diese Situation relativ leicht wegstecken, keine nachhaltigen Einschränkungen zeigen und im Grunde auch keiner Therapie bedürfen. Andere werden in ihren Grundfesten erschüttert, und bei diesen Kindern kann ein solches Ereignis durchaus nachhaltige Veränderungen auf alle anderen Lebensbereiche haben bis zur Entwicklung von psychischen Erkrankungen.  
In dieser Bandbreite sollten sich dann auch die Maßnahmen bzw. die Intensität an Maßnahmen orientieren.   
  
 
Wann muss ich reagieren, wenn mein Kind trauert?   
  
Wenn der Eindruck entsteht, dass die Kinder erheblich unter einer
  • Trauerreaktion leiden  
  • mit Rückzug,  
  • Interessensverlust,  
  • Vernachlässigung von Kindergarten, Schule, Freunden oder Hobbies,  
  • in der Stimmung gedrückt werden oder  
  • aggressive Verhaltensauffälligkeiten zeigen,
 
sollte, insbesondere wenn sich der zeitliche Zusammenhang zu dem Ereignis zeigt, eine sehr rasche Intervention erfolgen. Diese sollte bereits vor Ort gestaltet werden im Sinne einer therapeutischen Begleitung durch z.B. eine Beratungsstelle oder eine ambulante psychotherapeutische Begleitung.   
  
 
Wann kommt eine stationäre Reha in Betracht?   
  
Sollte es hierunter nicht zu einer Stabilisierung kommen, kann und sollte parallel an eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme gedacht werden. Hier ist es wichtig zu sehen, dass eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme zwar eine intensive Maßnahme ist, aufgrund ihrer Dauer jedoch umfassende therapeutische Prozesse nicht alleine abschließen kann. Die Rehabilitation kann ein Katalysator sein, der zu einer schnelleren Stabilisierung beitragen kann.   
  
 
Wird der Therapeut zu Hause einbezogen?   
  
Vom Konzept her ist es dabei üblich, dass die Kinder / Familien an eine Psychotherapeutin / Psychotherapeuten im Rahmen der Rehabilitation angebunden werden, wobei es wichtig ist, die bereits bestehende ambulante Anbindung zu unterstützen und zu stärken. Im Rahmen der Rehabilitation hat es sich in der Vergangenheit als hilfreich erwiesen, dass man zwar Zeiten schafft, in denen es im Rahmen einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Verlust gelingen kann, diesen möglichst gesund zu verarbeiten. Dabei werden die Eltern als Ko-Therapeuten mit eingebunden.   
  
 
Welche Rolle spielt Trauer während der Rehabilitation?   
  
Gleichzeitig hatte es sich aber auch gezeigt, dass es für die allermeisten wichtig ist, schnell wieder in einen geregelten Alltag zurückzufinden, auch wieder Freude erleben zu dürfen, neue Freunde zu finden und sich auf Kindergarten oder Schule konzentrieren zu dürfen. Hierbei ist es entscheidend, dass die noch lebenden Bezugspersonen selber möglichst gut mit dem Thema umgehen können und sich dies unmittelbar auf das Erleben der Kinder auswirkt.   
  
 
Werden Altersunterschiede berücksichtigt?   
  
Insbesondere jüngere Kinder können überraschend unbefangen mit dem Thema Tod und Verlust umgehen Häufig ist es eher das Problem von Eltern und Erwachsenen, da sie die Tragweite und Endgültigkeit letztlich mehr überblicken können, als Kinder, die sich noch in der Entwicklung befinden.   
  
Mit zunehmendem Lebensalter sollten jedoch die Kinder sukzessive in diesen kognitiven Prozess mit einbezogen werden, so dass die Behandlung sich sehr an dem Entwicklungsalter des Kindes orientieren soll.   
  
 
Worauf legen wir während der Rehabilitation wert?   
  
Der Schwerpunkt unserer Rehabilitation bei Trauer und Verlusterlebnissen liegt in der Rückführung in Alltagsstrukturen. Unser Ziel ist es, die Teilhabe am Leben (wieder) möglich zu machen und den Kindern bzw. Jugendlichen ein unbeschwertes Heranwachsen zu ermöglichen. Es ist unüblich, hier zum Beispiel Schwerpunktgruppen mit trauernden Kindern anzubieten.   
  
 
Gibt es spezielle Trauer-Angebote oder Trauer-Gruppen?   
  
Unsere therapeutischen Angebote sind bewusst nicht störungsspezifisch angelegt. Es gibt bei uns etwa einmal pro Woche die Möglichkeit, Dinge „unter vier Augen“ zu klären. Die Kinder sollen nicht das Gefühl bekommen, dass ihre gesamte Entwicklung und Persönlichkeit plötzlich nur noch unter dem Thema des Ereignisses stattfindet.   
  
Bei aller Belastung und Aufarbeitung auch wieder Alltag erleben zu dürfen, Freunde finden, in den Kindergarten oder die Schule zu gehen, Sport zu machen sind wesentliche Schwerpunkte, die die Kinder bzw. Jugendlichen oft nicht aktiv als „Therapie“ wahrnehmen. Dennoch sind diese Dinge in einen therapeutischen Kontext eingebunden, in den Eltern eingebunden werden.   
  
Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, können Sie sich gerne telefonisch oder schriftlich an uns wenden. Wir nehmen dann gerne Kontakt mit Ihnen auf.   
  
Rehabilitationsklinik für Kinder und Jugendliche  
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