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HÄUFIGE FRAGEN

Anaphylaxie und allergischer Schock

Im folgenden finden Sie häufige Fragen und Antworten zum Thema allergischer Schock. Patienten und Eltern schulen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Fachkliniken Wangen während der Rehabilitation. Pädagogen und Betreuuer können sich ebenfalls durch die Extperten Dr. Robert Jaeschke und Dr. Wolfgang Franck zumThema Anaphylaxie fortbilden lassen. Terminvereinbarungen bitte über das Sekrtetariat der Rehabilitationsklinik.
Immer mehr Menschen reagieren allergisch auf Insekten, Nahrungsmittel oder Medikamente. Vor allem Jüngere laufen Gefahr, einen so genannten anaphylaktischen Schock, das heißt, eine schwere allergische Reaktion, zu erleiden. Seit 2006 waren dies in Deutschland und Österreich etwa 5000 Personen, ein Fünftel davon Kinder.   
  
Was unterscheidet einen allergischen Schock (Anaphylaxie) von einer allergischen Reaktion?   
  
Eine allergische Reaktion tritt nicht immer direkt am Ort des Allergenkontaktes auf, das heißt zum Beispiel bei einem Insektenstich in den Arm können der Kreislauf oder die Atemwege reagieren.   
  
Eine Anaphylaxie ist eine besonders schwere, möglicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion, die rasch beginnt und zum Tod führen kann. Man unterscheidet bei einem anaphylaktischen Schock verschiedene Schweregrade. Nur bei leichten Reaktionen kann man auf die Gabe des Adrenalins durch einen Adrenalin-Autoinjektor (Adrenalin-Pen) verzichten. Trotzdem sollte immer ein Arzt kontaktiert werden.   
  
 
Kann ich mich auf eine allergische Schockreaktion vorbereiten?   
  
Eine Anaphylaxie, also eine schnell auftretende, allergische Reaktion verschiedener Organsysteme, kann Menschen in der Regel unvorbereitet zu Hause, aber auch in der Schule, auf der Straße oder im Kindergarten treffen. Ärztliche Hilfe ist dann nicht immer gleich zur Stelle. Deshalb ist es lebensrettend, Notfallmaßnahmen sicher anwenden zu können. Die Therapeuten der Fachkliniken Wangen schulen Patienten, Angehörige und Kontaktpersonen wie Erzieher darin.   
  
 
Was löst allergische Reaktionen aus?   
  
Auslöser von allergischen Reaktionen können diverse Pollen, Insektengifte, Nahrungsmittel oder Medikamente sein. Anaphylaktische Reaktionen sehen wir im Kindesalter am Häufigsten auf Nahrungsmittel und Insektengifte.  
Bei den Nahrungsmitteln gehören insbesondere Erdnüsse, Baumnüsse, Fisch, Kuhmilch und Hühnerei zu den häufigsten Auslösern eines anaphylaktischen Schocks im Kindesalter.   
  
Deshalb müssen Patienten, Angehörige und Kontaktpersonen von Allergikern bei der Deklaration von Lebensmitteln genau hinschauen. Lose Ware ohne Kennzeichnung ist für Allergiker unsicher und somit nicht zu empfehlen.   
  
 
Wie sieht ein Notfallplan aus?   
  
Betroffene Patienten erhalten nach Schulung einen individuellen Notfallplan in schriftlicher Form, in dem die Medikamente (in der Regel Antihistaminikum, Kortison und Adrenalin) und der gestufte Einsatz in Abhängigkeit von Symptomen vermerkt sind. Praktischerweise werde diese in einem Notfallset zusammen mit dem Notfallplan aufbewahrt.   
  
Nur bei leichten Symptomen und fraglicher Aufnahme des Allergens kann man primär auf Adrenalin verzichten. In allen anderen Situationen steht nach dem Stopp der Allergenzufuhr die Adrenalin­applikation an erster Stelle.   
  
Selbst bei anfangs nur leichten Symptomen, aber gesicherter Allergenaufnahme ist die Selbstinjektion von Adrenalin oft lebensrettend. Keine Angst: Liegt keine anaphylaktische Reaktion vor, schadet eine korrekte, aber »versehentliche« Adrenalingabe dem Patienten nicht! Grundsätzlich sollte bei jedem Verdacht auf eine systemische allergische Reaktion ein Arzt hinzugezogen werden.   
  
 
Dürfen Kontaktpersonen wie Erzieher den Adrenalin Autoinjektor einsetzen?   
  
Hilfreich ist, vorbeugend eine ausdrückliche schriftliche Erlaubnis und Handlungsanweisung der Eltern einzuholen, dass Erzieher das Notfallset mit verschiedenen Medikamenten wie Antihistaminika, Corticoiden sowie den Adrenalin-Autoinjektor (kurz: Adrenalin-Pen) anwenden dürfen. Unumgänglich ist eine sorgfältige Einweisung und ein regelmässiges Üben (dazu gibt es sog. Trainings-Pens).   
  
 
Muss es im Notfall unbedingt ADRENALIN sein?   
  
Nur Adrenalin wirkt in weniger als fünf Minuten und ist damit in der Lage, die Kaskade einer allergischen Schockreaktion rechtzeitig zu unterbrechen.   
  
 
Kann ich zu viel Adrenalin geben?   
  
Der Adrenalin-Pen dosiert stets korrekt. Keine Angst: Liegt keine anaphylaktische Reaktion vor, schadet eine korrekte, aber »versehentliche« Adrenalingabe dem Patienten nicht! Herzpatienten sollten Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.  
Wichtig ist allerdings eine korrekte Applikationsweise, hierzu werden Patienten (und Eltern) ausführlich geschult, dies ist im Bedarfsfall auf das Betreuungspersonal zu erweitern.   
  
 
Bleibt die Nahrungsmittelallergie für immer?   
  
Nach Diagnose einer Nahrungsmittelallergie kommt in der Regel die Frage auf, ob die Allergie lebenslang bestehen bleibt oder ob der Mensch die betreffenden Nahrungsmittel irgendwann wieder vertragen wird. Die Prognose unterscheidet sich von Nahrungsmittel zu Nahrungsmittel erheblich. Nach den vorliegenden Daten kann man von folgenden Remissionsquoten ausgehen:  
  • Kuhmilchallergie: 90 Prozent der Patienten verlieren diese bis zum 4. Lebensjahr.  
  • Allergie auf Hühnerei: Etwa 50 Prozent verlieren diese bis zum 4. Lebensjahr.  
  • Erdnussallergie: 20 bis 25 Prozent aller Kinder verlieren diese im Lauf der Jahre.  
  • Baumnussallergie: Weniger als 4 Prozent der Patienten verlieren diese.
 
Dies bedeutet, dass man insbesondere bei Allergien auf Kuhmilch und Hühnerei, aber auch auf Erdnuss nach ein- bis zweijähriger Karenz eine Reprovokation empfehlen sollte. Diese sollte grundsätzlich unter kontrollierten Bedingungen in einer spezialisierten Klinik erfolgen.
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